Für manche ist es ein schönes Gefühl, das Erinnerungen weckt: der frische Wind bläst ins Gesicht, Landluft steigt in die Nase und der Traktor tuckert mit seinem lauten Motor über das holprige Feld. Wer mal als Kind oder Erwachsener auf dem Traktor gefahren ist, schätzt die Landmaschine. Mein Cousin, der einen Bauernhof im Schwarzwald betreibt, erzählt mir oft von seinen Erlebnissen als kleines Kind. Zugegeben, für mich als Stadtbewohner, haben die Geschichten eine ganz andere Dimension, doch die Geschichten meines Cousins machen verständlich, dass das Leben auf dem Land etwas Besonderes ist, das der Bauer schätzt.Bereits mit fünf Jahren saß mein Cousin zum ersten Mal auf einem Fendt-Traktor.
Das Gefühl auf der riesigen Landmaschine zu sitzen, ist mit dem Auto gar kein Vergleich. Oft berichtete mein Cousin davon, dass das Traktorfahren ein Gefühl von Freiheit vermittelt, obwohl man schon am frühen Morgen aufstehen muss. Schließlich gibt es keine Verkehrsschilder auf dem Feld.
Mein Cousin kam recht früh in Berührung mit dem Leben auf dem Land und so ist es kein Wunder, dass er heute einen Bauernhof betreibt. Ein Beispiel, das übrigens gar nicht so selten vorkommt. Es zeigt, wie man relativ früh seine Liebe zu bestimmten Berufen finden kann.
Mein Cousin ist in dem Fall gar keine Ausnahme, denn es gibt genügend Beispiele.
Nehmen wir das Gocart. Für viele ist das kleine einsitzige Auto eine Möglichkeit, Laie und insbesondere Kinder an den Motorsport heranzuführen. Formel 1-Legenden wie Michael Schuhmacher oder Alain Prost haben es vorgeführt. So saß Michael Schuhmacher zum ersten Mal mit vier Jahren im Gocart und Ayrton Senna bestritt mit 13 Jahren offizielle Rennen.
Heute erfreut sich das Gocart als Freizeitsport großer Beliebtheit. In Deutschland gibt es zahlreiche Kartbahnen, oft in Hallen, die Laien die Möglichkeit geben, das Gocart auszuprobieren. Je nach Angebot, zahlt man für drei Stunden 40 Euro, was vergleichsweise günstig ist. Erkundigen lohnt sich.
Die Biografie vieler Rennsport-Fahrer zeigt: von klein anfangen, lohnt sich. Allerdings sollte mein sein Kind nicht mit zwei oder vier Jahren ins Gocart stecken. Erstens, wäre das aus Sicherheitsgründen viel zu gefährlich. Zweitens, muss das Kind langsam herangeführt werden, es ist dabei wichtig, dass das Kind selbst die Liebe zu dem Sport entwickelt. Wer klein anfangen will, der sollte mit einem Kettcar probieren. Der Antrieb läuft mittels Pedalen, die mit Hilfe einer Kette die Hinterachse vorwärts bewegen. Beim Kettcar kann das Kind die Geschwindigkeit selbst und fast ohne Sicherheitsbedenken kontrollieren. Dass man deshalb gleich Karriere macht, kann natürlich keiner versprechen. Eines ist allerdings sicher: Man lernt recht früh Auto fahren und obendrein macht es Spaß.