Geschichte der Landwirtschaft

Der konkrete Ursprung der Landwirtschaft stellt bei Forschern häufig einen Diskussionsgrund dar.  Einig ist man sich jedoch, dass Landwirtschaft sich in den verschiedensten Gebieten der Erde selbstständig entwickelte. Dies wiederum lässt die Frage aufkommen, in welcher Region zuerst landwirtschaftliche Arbeitsweisen vorhanden waren, wobei an dieser Stelle die Meinungen der Forscher weit auseinander gehen.
Einigen Theorien zufolge bilden die beiden Flüsse Euphrat und Tigris den Ort, an dem die Landwirtschaft ihre Wurzeln hat. Die plötzliche Klimaänderung, welche Trockenheit für mehr als 1000 Jahre brachte und unter dem Namen jüngere Tundrenzeit bekannt ist, soll für die Entstehung der Landwirtschaft eine bedeutenden Rolle gespielt haben.

Die Menschen mussten aufgrund der langjährigen Trockenheit Vorräte anlegen und Ackerland bewässern, da die vorher verwendeten natürlich wachsenden Mittel nicht mehr genug waren für Menschen und Tiere. Die ersten Getreidesorten, die landwirtschaftlich angebaut wurden, waren Gerste und Weizen, wobei Erbsen und Linsen zu den ersten Pflanzen zählten, die landwirtschaftlich angepflanzt wurden.
In China sehen andere Theoretiker die Ursprünge der Landwirtschaft. Hier soll schon vor 12500 Jahren ein Anbau von Sojabohnen, Hirse und Reis stattgefunden haben.
Viele Theoretiker vermuten auch in Amerika den Anfang des Ackerbaus. Mais, Bohnen, Kartoffeln und Kürbisse wurden dort schon in früher Zeit landwirtschaftlich angebaut.
Betrachtet man die neuere Geschichte der Landwirtschaft, so entwickelte sich ab dem 8. Jahrhundert die Dreifelderwirtschaft. Bei dieser Bewirtschaftungsform werden immer zwei von drei Feldern angebaut.  Das eine Feld wird mit Sommer- ,  das andere Feld mit Wintergetreide bepflanzt. Der dritte Acker liegt brach zur Erholung des Bodens. Im Gegensatz zu früheren Nutzungsformen konnten mit der Dreifelderwirtschaft höhere Gewinne erzielt werden.
Erst ab dem 18. Jahrhundert wurde diese Nutzungsmethode von der kontinuierlichen Fruchtwechselmethode abgelöst.
Ab dem 19. und 20. Jahrhundert fand eine immer größere Technisierung und Spezialisierung der Landwirtschaft statt. Dies gelang durch die Verbesserung der landwirtschaftlichen Geräte und der allgemein vorherrschenden Industrialisierung der Landwirtschaft.